Enten Foie gras oder Gänse-Foie gras – die Qual der Wahl

Was das äußerliche Erscheinungsbild betrifft, so scheint die Stopfleber von der Ente, aufgrund ihrer beige-orangenen Farbigkeit, etwas appetitlicher. Gänsestopfleber hat im rohen Zustand eine schöne rosa Farbe, die etwas fahler wird und gräuliche Schattierungen aufweist, wenn sie einmal gegart wurde.

 

Beim Garvorgang hat die Gänsestopfleber den Vorteil, weitaus weniger zusammenzuschrumpfen.

 

Um die Bezeichnung Foie gras zu erhalten, muss das Minimalgewicht einer Entenstopfleber 300g betragen, eine Gänsestopfleber 400g. Trotzdem findet man auf den Märkten des französischen Südwestens nicht selten Foies gras, die bei Entenleber eine Gewichtsklasse zwischen 450 und 600g und bei Gänseleber sogar zwischen 600 und 700g erreichen.

 

Die Stopfleber der Gans ist also größer und hat im Gegensatz zur Entenstopfleber die Besonderheit, beim Garvorgang nur wenig an Gewicht zu verlieren. Entenstopfleber schrumpft hingegen beträchtlich. Daher ist die Gänsestopfleber meist etwas teurer und schlichtweg ein wunderbares Produkt.

 

 

Enten- oder Gänseleber: reine Geschmackssache

 

Einige Liebhaber behaupten ganz unverblümt, dass Gänsestopfleber wohlschmeckender ist, und umgekehrt. Aber ehrlich gesagt, ist es reine Geschmackssache, bei der die Gewohnheit und die „Prägung des Gaumens“ entscheidend sind.

Gänse-Foie gras verfügt über einen subtileren, weniger charakteristischen Geschmack, der sich erst im Abgang entfaltet. Wenn Sie für gewöhnlich Enten-Foie gras verzehren, könnte Ihnen die Entenstopfleber ein wenig fade erscheinen. Sollte Ihr Gaumen jedoch an Gänsestopfleber gewöhnt sein, werden Sie auf das delikate Aroma nie mehr verzichten möchten.

 

 

Fazit: Die Gänsestopfleber mit ihrer rosa Farbe ist eine Foie gras, die fein und subtil im Geschmack ist. Sie verfügt über eine zartschmelzende, cremige Textur. Die Entenstopfleber zeichnet sich durch eine beige-orangene Farbigkeit aus und hat ein kräftiges, ausgeprägteres Aroma als die Entenstopfleber. Sie ist des Öfteren in rustikalen Gerichten